• Ulm, Theodor-Heuss-Platz, 2015

    Das freiraumplanerische Ziel liegt im Flächengewinn in den Seitenbereichen des Platzes. Es sollten möglichst große Bereiche gefunden werden, die zukünftig nicht mehr durch den Kfz-Verkehr in Anspruch genommen werden. Der verkehrsplanerische Gedanke folgt daher diesen Wünschen und hebt den heutigen Kreisverkehrscharakter gänzlich auf. Es wird eine Hauptkreuzung zwischen der Söflinger Straße und der Einsteinstraße ausgebildet.
    Die Oberflächengestaltung nimmt das Thema des Platzrahmens auf: ein Band verbindet, vor den Fassaden und als Fußgängerquerungen über die Verkehrsfläche hinweg, alle Platzbereiche. Dieser Rahmen, oder loop, in einem warmen sandfarbenen Farbton, eingefasst mit weißen Betonplatten, bietet
    für Fußgänger einen geschützten, maximal von der Fahrbahn entfernten Raum. Darüber hinaus erhält der Platz mit dem loop eine markante gestalterische
    Geste, die eine Identitätsbildung unterstützt. Baumreihen grenzen den Gehweg von den Radwegen und der Fahrbahn ab.
    Im östlichen Platzteil entsteht ein geschützter Stadtplatz mit direkter Fußgängeranbindung an ÖPNV. In diesem Platzbereich sind alle Haltestellen gebündelt,
    was für komfortable Umsteigemöglichkeiten sorgt. Neben den beiden alten Kastanien ergänzt eine doppelte Baumreihe das Stadtgrün. Der Baumplatz vermittelt die Proportion zum denkmalgeschützten Gebäude. Die Sitzangebote, ausgebildet aus Beton mit Sitzauflage, wachsen aus der Bandfläche heraus. Ein Wasserspiel in der Platzfläche und eine Oberflächengestaltung in warmen freundlichen Sandfarben tragen zu einer angenehmen Atmosphäre bei.

    Ort Ulm
    Jahr 2015
    Mit Wasser- und Verkehrs- Kontor GmbH