• Mainz, Zollhafen, 2014

    Freiraumkonzept für ein altes Hafenareal

    AM RHEIN
    Der Zollhafen am Rhein markiert in der Mainzer Neustadt den Übergang vom Stadtkern zur Landschaft. Nach Südosten führt die Rheinpromenade zur Altstadt. Der historische Zollhafen hebt sich mit seiner harten rauen Hafenatmosphäre vom angrenzenden Stadtgefüge ab. Der markante Kontrast zur Mainzer Neustadt soll bei der Wandlung zum modernen Wohnquartier deutlich lesbar bleiben.

    IDEE
    Die steinerne Hafenmole am Weinlager betont bereits direkt am Übergang von der Achse Illstraße / Am Zollhafen das schroffe Flair des Hafens. Die Freiraumgestaltung kontrastiert an diesem Übergang zur Grünachse Rhein. Ein Baumplatz markiert an der historischen Zi- tadelle den Auftakt der Rheinpromenade und erweitert das Freiraumangebot am Rhein. Im ehemaligen Zollhafenareal unterstützen zwei Gestaltungsprinzipien eine Adressbildung im Quartier. Erstens: Freiräume und Promenaden entlang und parallel des Rheins erhalten eine hafenraue Gestaltung, Zweitens: Freiraumachsen die aus der Neustadt zum Rhein führen, wirken wohnlich eleganturban. Der Kontrast nüchternsteinernhafenrau gegen stadtfeinelegantwarm betont die Transformation des Zollhafenareals zum Wohnquartier und bewahrt dabei das hafentypische Ambiente.

    PARRALLEL ZUM RHEIN
    Die Molen und Promenaden am Hafenbecken, die parallel mit dem Flusslauf des Rheins ausgerichtet sind, erhalten eine homogene Oberflächengestaltung. Das im Hafen bereits gelagerte gebrauchte Großpflaster Granit in dunklen Farbtönungen (rotgrau, braunbunt) sowie helle homogene großformatige StelconPlatten, die in betongrau mit Kantenschutz aus Stahl eine raue Anmutung verstärken und an die industrielle Hafennutzung erinnern,
    finden hier Verwendung. Die gut begehbaren Spurbahnen leiten und begleiten die Hafenbecken. Der Kontrast fugenreich – fugenarm unterstützt die Orientierung und Nutzung.
    Auch die Fahrbahnen parallel der Rheinallee erhalten Pflasterflächen aus Naturstein ohne Borde. Um Abrollgeräusche zu minimieren und die Begehbarkeit für Fußgängerwege zu optimieren, kann Großpflaster mit geschnittener Oberfläche Lauf und Fahrflächen von PkwStellplätzen abgrenzen. Durch die einheitliche Oberflächengestaltung bleibt im gesamten Zollhafen eine markante Hafenatmosphäre erhalten.

    Ort Mainz
    Kunde Realisierungswettbewerb
    Jahr 2014