• Staatliches Museum Schwerin, 2015

    Unser Beitrag für die Gestaltung des Skulpturenhofes beim Staatlichen Museum in Schwerin:
    IDEE
    Die charakteristische orthogonale städtebauliche Figur von Altbau und Neubau erhält eine präzise Ergänzung durch eine vermittelnde, wiederum konsequent orthogonal betonte, Freiraumgestaltung. Der Skulpturenhof richtet sich nicht einseitig am Altbau, sondern ebenso am Neubau aus und betont dabei den Besuchereingang des Neubaus stärker als den Hofausgang des Altbaus. Der Besucher wird so zum Eingang Neubau gelenkt.
    Eine konsequent minimalistisch-zeitgenössische Organisation der Oberflächen unterstützt das neu geschaffene Museums- Ensemble. Zwei symmetrische Pflanzfelder seitlich des halbrunden Mittelbaus zitieren die überlieferte, aber verlorene Gartenhofgestaltung.

    HYPERNATUR
    Die beiden Pflanzfelder mit Farnen und großrispigen weißblühenden Waldstauden seitlich des Mittelbaus verstärken mit einer waldartigen Atmosphäre die durch den Altbau vorgegebene romantische Grundstimmung. Felsenbirnen als Großstrauchpflanzungen ergänzen den vorhandenen Obstbaum vor dem westlichen Altbauflügel. Baum und Sträucher wirken bei Tag als urbanes Grün im Forum. In der Dämmerung entsteht durch eine Verfremdung des vertikalen Grüns mit Licht in den Farben rosa, zart-violett und weiß ein imaginärer Naturraum. Ziel der Inszenierung ist es die Vorstellungskraft anzuregen und die Diskrepanz zwischen gewünschter Natur und den funktionalen Möglichkeiten der Pflanzenverwendung zu überbrücken. Das überraschende Naturbild unterstützt eine betont romantische Stimmung auf dem Forum, vor allem in den Übergangsjahreszeiten mit kurzer Tageszeit. Die übersteigerte Wahrnehmung kann so das Naturbild intensiv verstärken und wird selbst zum skulpturalen statement und entfaltet das Thema „Romantik“ als Hypernatur.

    Ort Schwerin
    Kunde bbl Betrieb Bau- und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern
    Jahr 2015