• Norddeutschland, Garten am Meer, 2007

    Ein Gartenparadies
    „Einer der wichtigsten deutschen Theoretiker der Landschaftsarchitektur, Christian Cay Laurenz Hirschfeld, führte mit seiner „Theorie der Gartenkunst“(1779) den englischen Landschaftsgarten in Deutschland ein und trug so wesentlich zur Ablösung von formalen Vorbildern bei. Der Entwurf bezieht sich mit einer Überlagerung von informellen und formalen Elementen auf diesen Prozess. In der frei arrangierten Pflanzung werden Kreise und Linien erst durch besondere Blüh-Ereignisse während kurzer Dauer sichtbar. So ist im Gehölzrand ein Kreis aus Wildkirschen enthalten, die Terrasse begleitet eine Fliederlinie. Im Südteil des Gartens sind einige Bäume so angeordnet, dass sie in Längsrichtung plötzlich in zwei gerade ausgerichteten Linien stehen: eine verborgene Allee. Die befestigten Flächen, das Gewächshaus, der Pool und der Nutzgarten sind geometrische Intarsien im organisch geformten Ganzen. (…) Grosser Wert wurde auf eine reiche Pflanzenauswahl gelegt, mit besonderer Betonung auf die Sammlung von rund hundert Rosenarten und -sorten. Die Herbstfärbung sowie die Winter- und Frühjahrsblüte waren wichtige Kriterien für die Gehölzwahl, damit die Düsternis der langen Winter in Norddeutschland durch verschiedene Farbakzente gemildert wird.“
    Ort Norddeutschland
    Kunde Privat
    Jahr 2007
    Größe 9.000 m2
    Mit Masterplan + Bepflanzungsplanung H. J. Gadient, Zürich | schmieder & dau architekten