• Ulm, Dichterviertel Nord, 2013

    Die Bebauung des Dichterviertels bildet zu den umgebenden Verkehrstrassen eindeutige Raumkanten aus. Lediglich die Quartiersstraßen und der Flussraum der Kleinen Blau sind als eng gefasste Öffnungen in das Areal hinein formuliert, wodurch die Glacis als das Viertel im Westen einfassendes Element in ihrer Wirkung zusätzlich gestärkt wird.

    Die Freiräume im Quartier treten als Abfolge mehrerer differenziert gestalteter grüner Hofbereiche in den Blockinnenbereichen durch ausformulierte Einschnitte mit dem Straßenraum in Verbindung und sorgen so für eine Überlagerung von Binnen- und Stadtraum. Diese Durchgrünung hebt die derzeit großflächige Versiegelung der Flurstücke des nördlichen Dichterviertels auf und beseitigt den bisherigen Mangel an Stadtgrün.

    Eine Qualifizierung des Freiraums wird aufgrund der Auflösung der Blockstrukturen erreicht. Die Hierarchisierung innerhalb der Gebäudetypologien setzt sich im Freiraum fort. Halböffentliches, bauplatzbezogenes Grün geht über in die parkähnlichen Bereiche in Arealmitte als quartierbezogene, öffentliche Freiräume. Verdichteter Baumbestand, unter anderem in Form von Obstbaumhainen, Wiesen und Wasserflächen sorgen für eine abwechslungsreiche Stadt- Landschaft mit hoher Naherholungsqualität. Privater, wohnungsbezogener Freiraum wird durch Abstaffelungen der Baukörper und in Form von privaten Gärten, Balkonen und Loggien zur Verfügung gestellt.

    Ort Ulm
    Jahr 2013
    Auszeichnung 3. Preis
    Mit Schaltraum-Architekten, Hamburg